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Rechtsanwaltsgebühren

Die Höhe der Rechtsanwaltsgebühren ist gesetzlich geregelt und berechnet sich nach dem RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz).

Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) bestimmt, für welche Tätigkeiten eines Rechtsanwaltes Gebühren in welchem Umfang anfallen. Im RVG orientiert sich die Höhe der Gebühren bei Tätigkeiten im Zivilrecht an dem Wert des Gegenstandes, der von einem Anwalt bearbeitet wird.

Naturgemäß ist daher der Gegenstandswert eines Streites etwa über eine Fernseherreparatur deutlich geringer, als z.B. der Streitwert einer Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht, einer Klage auf Räumung im Mietrecht oder gar eines Unternehmenskaufvertrages. Die gesetzlichen Rechtsanwaltsgebühren fallen dementsprechend mit zunehmendem Gegenstandswert deutlich höher aus.

Je nach Art der Tätigkeiten des Anwaltes, z.B. Beratung, außergerichtliche Vertretung gegenüber Dritten, Besprechungen (auch Telefonate) und Verhandlungen mit Dritten, Mitwirkung an dem zu Stande kommen einer Einigung in einer Streitigkeit (Vergleich), Vertretung in einem Rechtsstreit, Vertretung in der mündlichen Verhandlung (Termin) vor Gericht, um nur einige Beispiele zu nennen, fallen eine oder auch mehrere Gebühren an. Manche Gebühren sind dabei ganz oder teilweise auf andere Gebühren anzurechnen (wie z. B. die Gebühren der außergerichtlichen Vertretung (teilweise) auf die später anfallenden Gebühren für die Vertretung in einem Rechtsstreit), demgegenüber bleiben andere Gebühren nebeneinander bestehen. Für den juristischen Laien ist das RVG daher nur schwer nachvollziehbar.

Beachten Sie aber bitte, dass auch Rechtsanwälte nicht kostenfrei oder nahezu umsonst arbeiten können. Qualität und Kompetenz hat wie in anderen Berufen auch seinen Preis.